Ursula von der Leyen zählt zu den mächtigsten Frauen Europas, doch hinter dem politischen Amt steht auch eine spannende Geschichte über Geld, Herkunft und Karriere. Viele fragen sich, was die Chefin der EU-Kommission eigentlich verdient und wie viel Vermögen sie im Laufe ihres Lebens aufgebaut hat.

Ihr Weg begann nicht in der Politik, sondern in der Medizin, ehe sie zu einer der einflussreichsten Stimmen der Europäischen Union wurde. In diesem Beitrag werfen wir einen genauen Blick auf ihr Gehalt, ihr geschätztes Vermögen und die Familie, die ihren Wohlstand mitprägte.

Wer ist Ursula von der Leyen?

Geboren wurde sie 1958 in Brüssel als Tochter des CDU-Politikers Ernst Albrecht, der später Ministerpräsident von Niedersachsen wurde. Sie besuchte zunächst die Europäische Schule, studierte Volkswirtschaft und wechselte dann zur Medizin, die sie an der Hochschule in Hannover abschloss.

Bevor sie in die Politik ging, arbeitete sie als Ärztin und wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seit 2019 ist sie Präsidentin der Europäischen Kommission und damit die erste Frau in diesem Amt; für eine zweite Amtszeit wiedergewählt, wird sie die Kommission bis 2029 anführen.

Vor dem Wechsel nach Brüssel machte sie in Deutschland eine steile Laufbahn. Sie war Familienministerin, danach Arbeitsministerin und schließlich Verteidigungsministerin. In jeder dieser Rollen sammelte sie Erfahrung im Umgang mit großen Etats, was ihr den Sprung an die Spitze der Kommission ebnete.

Was verdient sie als EU-Kommissionspräsidentin?

Das Amt an der Spitze der EU-Kommission wird üppig entlohnt. Ihr Grundgehalt beläuft sich seit einer rückwirkend zum 1. Juli 2025 geltenden Anpassung auf 35.800 Euro brutto pro Monat – dies entspricht rund 429.600 Euro pro Jahr. Das ist ein beachtlicher Betrag für ein politisches Amt.

Zum Einordnen: Das entspricht 138 Prozent des höchsten Beamtengehalts in der EU-Verwaltung, also der Besoldungsgruppe AD 16, Stufe 5. Damit gehört sie zu den bestbezahlten Persönlichkeiten der europäischen Politik überhaupt und liegt deutlich über nationalen Ministergehältern.

Wichtig ist auch, dass ihr Gehalt einer besonderen EU-Steuer unterliegt, die niedriger ausfällt als viele nationale Sätze. Zusätzlich zahlt sie Beiträge zur eigenen Altersvorsorge und Krankenversicherung. Der Nettobetrag, der ihr am Ende bleibt, liegt dennoch weit über dem, was die meisten Bürger je verdienen.

Wie hoch sind die Gehaltssteigerungen?

Die Bezüge sind in den letzten Jahren spürbar gewachsen. Seit Anfang 2022 sind die EU-Gehälter in acht Schritten um insgesamt 22,8 Prozent gestiegen, was immer wieder für öffentliche Diskussionen und Kritik sorgt, weil viele Bürger diese Erhöhungen als reichlich großzügig empfinden.

Laut Berichten der Zeitung Junge Freiheit steigen die Gehälter regelmäßig gleich zweimal pro Jahr. Da diese im Gleichschritt mit denen der EU-Kommissare steigen, erhöhte sich ihr Grundgehalt um rund 1.000 Euro auf rückwirkend 35.800 Euro. Hinzu kommen laut derselben Quelle steuerfreie Zulagen.

Der Grund für die Sprünge liegt in einem festen Anpassungsmechanismus. Die EU koppelt die Bezüge ihrer Spitzenleute an die Entwicklung der Löhne im öffentlichen Dienst mehrerer Mitgliedstaaten sowie an die Teuerung. Steigen dort die Kosten, ziehen auch die Brüsseler Gehälter automatisch nach.

Zulagen und der Vergleich mit anderen Spitzenämtern

Neben dem Grundgehalt fließen weitere Beträge. Dazu kommen Zulagen wie Reisekosten und Aufwandsentschädigungen, die unter dem Begriff Haushaltszulage laufen. Diese steuerfreien Extras erhöhen das tatsächliche Einkommen der Präsidentin noch einmal spürbar über das reine Grundgehalt hinaus.

Der Vergleich mit deutschen Spitzenpolitikern ist aufschlussreich. Das Gehalt des Bundeskanzlers liegt bei rund 30.200 Euro, gemeinsam mit der Abgeordnetendiät und weiteren Zuschlägen kommt Amtsinhaber Friedrich Merz auf knapp 62.000 Euro im Monat. Ihr Grundgehalt allein übertrifft also das des Kanzlers.

Auch ein Blick auf andere Regierungschefs zeigt die Größenordnung. Viele Ministerpräsidenten kleinerer EU-Staaten verdienen deutlich weniger als die Kommissionspräsidentin. Selbst gemessen an großen Konzernen im mittleren Bereich bewegt sich ihr Jahreseinkommen in einer Höhe, die klar dem oberen Führungsbereich entspricht.

Wie groß ist ihr geschätztes Vermögen?

Über das Vermögen gibt es keine offiziellen Angaben, da EU-Politiker keine vollständige Vermögensaufstellung veröffentlichen müssen. Laut misstechy.com wird ihr Nettovermögen auf etwa 8 Millionen Euro geschätzt, was sich aus jahrzehntelangem Staatsdienst, der gut bezahlten EU-Präsidentschaft, deutschen Pensionen und einem finanzstarken Familienhintergrund ergibt.

Andere Quellen nennen etwas niedrigere Zahlen. Das Portal Vermögen Magazin gibt das geschätzte Vermögen mit 3 Millionen Euro an. Die Spanne zeigt, wie schwer belastbare Aussagen sind, wenn keine offiziellen Dokumente vorliegen und alle Zahlen letztlich auf Schätzungen beruhen.

Wichtig ist der Hinweis, dass es sich stets um Näherungen handelt. Analysten und Finanzmedien addieren üblicherweise ihre bekannte Gehaltsgeschichte, geschätzte Pensionsansprüche und gemeldete Vermögenswerte und kommen dann auf eine ungefähre Zahl, die quer durch die Quellen nahe 8 Millionen Euro liegt.

Familie, Herkunft und finanzielle Wurzeln

Der Wohlstand hat auch mit ihrer Herkunft zu tun. An der Hochschule lernte sie den Arzt Heiko von der Leyen kennen, das Ärztepaar heiratete 1986 und bekam insgesamt sieben Kinder. Die Familie lebte in den 1990er-Jahren mehrere Jahre im kalifornischen Stanford, wo ihr Mann als Dozent tätig war.

Auch ihre Geschwister sind wirtschaftlich erfolgreich. Ihr Bruder Hans-Albrecht ist Vorstandschef des Musikstreaming-Dienstes Deezer, ein anderer Bruder, Donatus Albrecht, war zeitweise im Vorstand der Beteiligungsgesellschaft Aurelius tätig. Dieses Umfeld unterstreicht die privilegierte finanzielle Ausgangslage der Familie.

Vor ihrer politischen Laufbahn verdiente sie als Ärztin ordentlich. Damals verdiente sie rund 5.000 Euro pro Monat und begann mit dem Aufbau ihres Vermögens. Später kamen Ministergehälter hinzu, die den finanziellen Grundstock ihres Lebens deutlich verstärkten.