Kaum eine Stimme ist im deutschen Fernsehen so vertraut wie ihre. Seit vielen Jahren führt Susanne Daubner die Zuschauerinnen und Zuschauer der Tagesschau durch die Nachrichten des Tages und gehört längst zu den bekanntesten Gesichtern des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland.
Doch wer sie fast täglich auf dem Bildschirm sieht, fragt sich schnell, was hinter dieser Karriere steckt. Wie viel verdient eine Sprecherin, die Millionen erreicht, tatsächlich? Und wie sieht es mit ihrem Vermögen aus? Wir werfen einen genauen Blick darauf.
Wer ist Susanne Daubner eigentlich?
Geboren wurde sie am 26. März 1961 in Halle an der Saale, wo sie auch aufwuchs. Zunächst absolvierte die spätere Moderatorin und Nachrichtensprecherin eine kaufmännische Ausbildung, bevor sie ihren Weg ins Radio fand. Ihre klare Stimme sollte später zu ihrem Markenzeichen werden.
Der Start in die Medienwelt war nicht geplant. Susanne Daubner wurde bei einer Veranstaltung des Hörfunks auf dem Alexanderplatz entdeckt und bekam prompt einen Job bei DT 64, dem Jugendradio der DDR. So begann 1987 ihre lange Laufbahn vor dem Mikrofon und später vor der Kamera.
Ihre kaufmännische Vorbildung mag heute nebensächlich erscheinen, doch sie prägte ihren Sinn für Genauigkeit und Struktur. Wer täglich Nachrichten präsentiert, braucht Disziplin und ein sicheres Gefühl für Sprache. Beides brachte sie schon früh mit und baute es über die Jahre konsequent aus.
Von der Flucht bis zur Tagesschau
Ihre Biografie liest sich wie ein Stück Zeitgeschichte. Nach mehrmaligen Anwerbungsversuchen der Staatssicherheit floh Susanne Daubner im Sommer 1989 über Ungarn und Jugoslawien in die Bundesrepublik. Dort baute sie sich Schritt für Schritt eine neue berufliche Existenz auf.
In Westberlin ging es schnell voran. Sie arbeitete ab 1989 für den Sender Freies Berlin und ab 1992 für den Ostdeutschen Rundfunk Brandenburg. Dann kam der entscheidende Anruf, der ihr Leben verändern sollte und sie bundesweit bekannt machte.
Diese Stationen waren mehr als nur Zwischenschritte. Beim Sender Freies Berlin und beim Ostdeutschen Rundfunk lernte sie das Handwerk von Grund auf: Texte anmoderieren, unter Zeitdruck sprechen und ruhig bleiben, wenn es hektisch wird. Diese Erfahrung legte das Fundament für ihre spätere Rolle.
Was verdient Susanne Daubner pro Sendung?
Hier kommt die vielleicht größte Überraschung. Tagesschau-Sprecherinnen und -Sprecher erhalten kein festes Gehalt, sondern arbeiten auf Honorarbasis. Sie sind also keine festangestellten Mitarbeiter, sondern werden für jede einzelne Sendung bezahlt, die sie moderieren.
Die konkreten Zahlen wirken zunächst bescheiden. Laut dem Portal iVermoegen verdient Daubner pro Hauptausgabe der Tagesschau rund 260 Euro, wobei es üblich ist, dass Moderatoren mehrere Sendungen täglich übernehmen, wodurch ihr Tagesverdienst häufig über 1.800 Euro liegen kann.
Genau darin liegt der Schlüssel zum Verständnis. Was zunächst nach wenig klingt, muss vor dem Hintergrund gesehen werden, dass die Sprecher mehrmals pro Tag und Woche eingesetzt werden können, oft drei bis vier Mal täglich, wodurch hohe Summen zusammenkommen.
Wie hoch ist ihr Vermögen?
Offizielle Angaben sucht man vergeblich. Genaue Zahlen zu ihrem Gesamtvermögen werden nicht offiziell veröffentlicht, Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass es sich im sechsstelligen Bereich bewegt. Ein realistisches Schätzmaß liegt also im Bereich mehrerer Hunderttausend Euro.
Diese Einschätzung ergibt sich aus dem Gesamtbild. Das Vermögen von Susanne Daubner beruht hauptsächlich auf ihrer langjährigen Tätigkeit als Moderatorin der Tagesschau, wobei die Bezahlung nicht über ein festes Gehalt, sondern in Form von Honoraren pro Sendung erfolgt. Über Jahrzehnte summiert sich das erheblich.
Zur Einordnung lohnt ein Blick auf die Realität des Berufs. Eine Sache dürfte viele überraschen: Reich wird man als Tagesschau-Sprecher nicht gerade. Der Wohlstand entsteht vielmehr durch Beständigkeit, Fleiß und eine über Jahre gewachsene Präsenz im Fernsehen.
Weitere Einnahmequellen und öffentliche Auftritte
Neben dem Studio gibt es weitere Möglichkeiten. Zusätzliche Einnahmen erzielt Daubner durch weitere Moderationsauftritte und Gastauftritte in verschiedenen Medienformaten. Auch als Fernseh- und Hörspielsprecherin war sie im Laufe ihrer Karriere immer wieder gefragt und aktiv.
Grundsätzlich ist Nebenverdienst in diesem Beruf möglich. Die Tagesschau-Stars dürfen auch nebenberuflich Geld dazuverdienen, und viele nutzen ihre Plattform, um als Moderatoren, Journalisten oder Autoren Fuß zu fassen. Für die Zeit nach der aktiven Laufbahn eröffnet das zusätzliche Perspektiven. Ähnlich prominente Moderatorengesichter wie Esther Sedlaczek oder Kai Pflaume zeigen, wie unterschiedlich sich solche Karrieren entwickeln können.
Besonders sympathisch wirkt ein wiederkehrender Auftritt. Mit der Verkündung der Anwärter auf das Jugendwort des Jahres sowie des Gewinnerwortes in der Tagesschau sammelt Susanne Daubner seit Jahren Sympathien in den sozialen Medien. Diese Momente machten sie über den Nachrichtensprecher-Kreis hinaus populär.
Beliebtheit als eigentliches Kapital
Ihr größter Schatz lässt sich kaum in Euro messen. Ende September 2023 geriet Daubner aufgrund eines Lachanfalls während der Moderation der Tagesschau in die Presse und sorgte für schmunzelnde Zuschauer, das Video ging viral. Solche Momente machen sie menschlich und nahbar.
Auch persönlich gibt sie gerne Einblicke. In der Talksendung Inas Nacht erzählte sie von ihrem Lebensweg, der sie von Halle über Ostberlin nach Hamburg brachte, und zeigte, dass sie mit ihrer charakteristischen Stimme auch Songs von Hildegard Knef singen kann.
Gerade diese Nahbarkeit erklärt, warum sie bei so unterschiedlichen Generationen ankommt. Ältere Zuschauer schätzen ihre Verlässlichkeit, jüngere feiern sie für die Jugendwort-Auftritte. Diese Mischung ist selten und für einen Nachrichtensprecher ein enormer Vorteil, der weit über nüchterne Gehaltsfragen hinausgeht.

